Schweizer Sommeliers setzen sich dafür ein, Schweizer Weine wieder in den Mittelpunkt der Gastronomie zu rücken
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PRESSEMITTEILUNG
Lugano, 23. Mai 2026
Eine strategische Herausforderung für den Schweizer Markt
Der Schweizer Weinbau befindet sich in einer schwierigen Phase. Der Rückgang des Konsums, der Druck durch ausländische Weine, Absatzschwierigkeiten und die Debatte um die Rodung von Rebflächen zeigen deutlich, dass es nicht mehr ausreicht, nur über Schweizer Weine zu sprechen: man muss dort handeln, wo der Wein ausgewählt, empfohlen und verkauft wird.
98 % der Schweizer Weine werden in der Schweiz verkauft: Daher muss dringend auf diesem Markt gehandelt werden, indem die Fähigkeit der Gastronomie und Hotellerie gestärkt wird, die nationale Produktion anzubieten, zu präsentieren und aufzuwerten.
Aus diesem Grund beabsichtigt der Schweizerische Verband der professionellen Sommeliers (ASSP), ein nationales Programm mit dem Titel «Sensibilisierungs- und Schulungstage zum Verkauf von Schweizer Weinen» zu lancieren, das sich an Sommeliers, Gastronomen, Hoteliers, Weinhändler, F&B-Verantwortliche und Servicepersonal richtet.
Das Ziel ist konkret: Fachleuten praktische Werkzeuge an die Hand zu geben, um Schweizer Weine besser zu verstehen, sie überzeugender zu präsentieren und sie den Gästen häufiger anzubieten.
Dort, wo die Entscheidung wirklich getroffen wird
In vielen Restaurants hängt die Entscheidung nicht von der Weinkarte ab, sondern von der Empfehlung. Eine Schweizer Flasche auf der Karte verkauft sich nicht automatisch: Es braucht Wissen, Vertrauen, Argumente und die Fähigkeit, den Wert zu vermitteln.
Viele Fachleute, die in der Schweizer Gastronomie tätig sind, kommen aus dem Ausland und kommen in unser Land, ohne wirkliches Wissen über den Schweizer Weinbau zu haben. Das ist keine Kritik, sondern eine berufliche Realität, auf die man pragmatisch und effizient reagieren muss.
Ein offenes, konkretes und zugängliches Programm
Diese Veranstaltung steht allen Fachleuten aus den Bereichen Verkauf, Service und Gastronomie offen und setzt keinerlei Vorkenntnisse voraus. Das Ziel ist nicht, einzuschüchtern, sondern einzubeziehen, zu motivieren und Werkzeuge an die Hand zu geben, die sofort im Arbeitsalltag anwendbar sind.
Ausbilden, sensibilisieren und Begeisterung wecken
Diese Veranstaltungen werden Verkostungen, Treffen mit Produzenten, interdisziplinäre Vorträge sowie Schulungen zu Weinempfehlungen und Verkauf abwechselnd bieten, wobei ein geselliger, dynamischer und ansprechender Ansatz beibehalten wird. Jeder geschulte Teilnehmer kann so zu einem täglichen Botschafter für Schweizer Weine bei Hunderten von Kunden werden.
Die Schlüsselrolle des Service und der Empfehlung
Die ASSP ist überzeugt, einen konkreten Beitrag leisten zu können, da sie die Sprache, die Dynamiken und die Herausforderungen der Welt des Weinservices und -verkaufs genau kennt. Genau dort, im Moment der Empfehlung, entscheidet sich ein wichtiger Teil der Zukunft der Schweizer Weine.
Das Zeugnis von Paolo Basso, Weltbester Sommelier
«Als ich ein junger Sommelier war, hat mich die Vielfalt und Komplexität der Schweizer Weine beeindruckt. Sie haben mich dazu angeregt, mein Wissen zu vertiefen, und haben wesentlich zu meiner Ausbildung beigetragen. Wenn ein kleines Land wie die Schweiz einem Sommelier ein solches Mass an fachlicher und kultureller Inspiration bieten kann, bedeutet dies, dass es über ein wertvolles Weinbauerbe verfügt», erklärt Paolo Basso, Präsident des ASSP und Weltbester Sommelier 2013.
Ein Projekt auf der Suche nach Partnern
Die ASSP beabsichtigt, institutionelle und private Partner aus den Bereichen Produktion, Vertrieb, Vermarktung und Förderung von Schweizer Weinen zusammenzubringen, um dieses nationale Programm mitzufinanzieren. Die Umsetzung dieser Initiative erfordert die konkrete Unterstützung mehrerer Akteure, denen die Zukunft des Schweizer Weinbaus am Herzen liegt.
Wenn es den Schweizer Weinen dank einer besseren Empfehlung in Weinhandlungen, Restaurants und Hotels gelänge, gegenüber ausländischen Weinen auch nur wenige Prozentpunkte Marktanteil zurückzugewinnen, wären die Auswirkungen für die gesamte Branche bereits erheblich.
Dieses Projekt zu unterstützen bedeutet, genau dort zu investieren, wo der Wein ausgewählt wird.
Durch das Vermitteln von Wissen und das Weitergeben von Informationen stärken wir dort, wo die Nachfrage entsteht, die Zukunft, den Absatz und die Wahrnehmung der Schweizer Weine.
Association Suisse des Sommeliers Professionnels
Pressekontakte
Nationale Koordination
Paolo Basso, Nationalpräsident ASSP paolo.basso@sommeliers-suisse.ch
Suisse romande
Yanna Delière,Présidente section Suisse Romande assp.romandie@gmail.com
Deutschschweiz
Alexandra Banhidi, Präsidentin Sommelierverband Deutschschweiz a.banhidi@svs-sommeliers.ch
Italienische Schweiz
Rodolfo Introzzi, Presidente sezione Svizzera italiana rodolfo.introzzi@assp-ch-it.ch
Nationales Sekretariat
Giulia Pozzoli-Bernasconi





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